"Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll." Abschiedsrede von Willy Brandt auf dem Kongress der Sozialistischen Internationale in Berlin am 15. September 1992 (verlesen von Hans-Jochen Vogel). „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“ Aus der ersten Regierungserklärung als Bundeskanzler, 28. Oktober 1969. Aus diesem Grund ist ein lieber Freund 1970 in die SPD eingetreten. Er war es auch, der mich besonders motivierte, in der SPD aktiv mitzuarbeiten. Seit 1966 war ich in der Gewerkschaftsbewegung sehr aktiv tätig. So wurde ich schon in jungen Jahren u.a. zum Kreisjugendausschuss-Vorsitzenden des DGB und Kreisjugendausschuss-Vorsitzenden der ÖTV (jetzt Verdi) gewählt. U.a. war Willy Brandt für mich ein wichtiger Grund 1972 der SPD beizutreten. Willy Brandt hat auf seinem Grabstein den schlichten Satz schreiben lassen: „Man hat sich bemüht.“ Jeder Mensch sollte sich bemühen. Dann hätten wir eine andere Welt. "Das Meisterstück eines Menschen, auf das er besonders stolz sein kann, ist, sinnvoll zu leben; alles übrige, wie regieren, Schätze sammeln, Bauten errichten, sind Nebensachen." Essais Buch III - Über die Erfahrung von Michel de Montaigne. Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher! (Bertolt Brecht).
 
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Den Gebrauch der Kräfte, die man hat, ist man denen schuldig, die sie nicht haben !!! De Hauptsach is, et Hätz is joot !!! Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher! (Bertolt Brecht)  
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Diese Seite wurde am 1. Mai 2014, dem Tag der Arbeit veröffentlicht und wird ständig vervollständigt.

Fangen wir doch einfach mal mit einer Möglichkeit an, die "Altersarmut und auch die Obdachlosikeit" abzuschaffen.

Dieser Vorschlag kommt u.a. von dem Schirmherr der Mentoren den Philosophen 



Hier das folgende Zitat bitte anklicken:

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Soziales: Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
02.05.2014 RSS Feed abonnieren Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen
Soziales
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
09.12.2011 | 10:40 Uhr
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
Richard David Precht über Rentner: "Die sollten gleich nach der Pensionierung drei Tage in der Woche halbtags in die Schulen gehen, und Kevin oder Ahmed bei den Hausaufgaben helfen"

Essen. „Precht fordert Zwangsarbeit für Rentner“ – nicht nur in Blogs und Foren tobt eine heftige Debatte, seit Deutschlands smartester Philosoph Richard David Precht („Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“) in einem Interview mit dem „Stern“ gleich zwei soziale Pflichtjahre für Männer wie für Frauen gefordert hat – eines für Schulabgänger, eines für Rentner. Jens Dirksen fragte Precht nach den Gründen seiner kühnen Forderung.

Wie soll denn so ein soziales Pflichtjahr aussehen?

Richard David Precht: Es geht um Rentner und Pensionäre, die heute häufig jünger als 65 sind. Die sollten gleich nach der Pensionierung drei Tage in der Woche halbtags in die Schulen gehen, und Kevin oder Ahmed bei den Hausaufgaben helfen, Kindern aus Familien, die sich um Bildung nicht kümmern. Das macht vielleicht 15 Stunden in der Woche.

Und die, die gar nicht mehr können?


Precht: Werden befreit, den Wehrdienst musste ja auch nicht jeder ableisten.

Und warum auch die Schulabgänger?


Precht: Es war ein Riesenfehler, die Wehrpflicht abzuschaffen, man hätte sie in einen Sozialdienst umwandeln sollen. Und es war schon immer eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass Frauen davon befreit waren. Darüber hinaus könnte man auch in Ausbildungsverträge hineinschreiben, dass man zwei Tage in der Woche zwei Stunden zur Hausaufgabenhilfe in die Schule muss, es ist natürlich viel cooler, wenn ein Elfjähriger was von einem 20-Jährigen beigebracht bekommt, der dieselbe Musik hört.

Damit machen Sie aber die Hausaufgabenhilfe als Geschäftsmodell kaputt, das ist doch inzwischen eine ganze Branche mit Millionenumsätzen.

Precht: Nein, diese Nachhilfe ist ja für Kinder der Mittelschicht, die von allein auf die Idee kommt, dass das nötig ist und das dann auch bezahlen kann. Da würde so ein Pflichtjahr auch etwas gegen soziale Ungleichheit bewirken. Sie trägt zur viel diskutierten Chancengleichheit bei, die es ja de facto in Deutschland nicht gibt.

Jedenfalls haben Sie sich mit ihrer Forderung nicht nur Freunde gemacht, oder?


Precht: Oh, ich werde wüst attackiert dafür! „Precht ist für Zwangsarbeit“ heißt es da manchmal. Das ist schon eine schlimme Beleidigung für Leute die wirklich Zwangsarbeit leisten mussten, die in Sibirien in den Lagern schuften oder im Dritten Reich in Stollen Bomben bauen mussten und dafür Kartoffelschalen zu essen bekamen.

Naja, aber es gibt auch Rentner, die haben hart gearbeitet. Und manche bekommen auch nur 400 Euro Rente.


Precht: Ja, das ist ein Skandal unseres Rentensystems! Dagegen sollte man mit Recht aufbegehren. Aber mit dem Pflichtjahr hat das nichts zu tun. Ich bin für beides: für ein gerechteres Rentensystem ebenso wie für die Einbindung der Rentner und Pensionäre in gemeinnützige Tätigkeiten. Das eine gegen das andere auszuspielen ist Unsinn.

Haben Sie denn selbst „gedient“?


Precht: Ja, im Zivildienst, ich war Gemeindehelfer in Solingen. Und ich werde auch nicht warten, bis ich 65 bin, um mich weiterhin sozial zu engagieren. Das ist meine Pflicht als Staatsbürger eines demokratischen Staates. Ich finde das selbstverständlich.

Bei Ihrer Idee steckt aber ein Zwang dahinter. Warum? Es ginge ja auch freiwillig.


Precht: Wenn es freiwillig ginge - umso besser. Es gibt Rentner und Pensionäre, die sich engagieren, und das finde ich sehr vorbildlich. Nur leider reichen sie nicht aus. Es sind noch immer zu wenige. Diejenigen hingegen, die sich über den Zwang empören, sind genau diejenigen, die es freiwillig nie tun würden.

Was ist denn der Sinn einer Freiwilligkeit, die von denjenigen verteidigt wird, die sie gar nicht in Anspruch nehmen? Es gibt auch viele Menschen, die sagen: „Prinzipiell würde ich so etwas ja machen“. Die brauchen nur noch einen kleinen Schubs. Es geht darum, die Schwellenangst vor dem sozialen Engagement zu nehmen.

Warum glauben Sie denn, dass so ein soziales Jahr nötig ist?


Precht: Hinter dem Ganzen steht ein Generationenproblem. Die Jüngeren wissen, dass ihre Rente nicht sicher ist. Das
liegt daran, dass die Staatskassen durch die Sozial-Etats immer leerer werden. 10 bis 15 Prozent der Jugendlichen verlassen heute die Schule komplett ohne jeden Abschluss.

Wissen Sie wie hoch das unseren Sozialetat belastet? Jetzt stellen Sie sich mal vor, das wären durch die bessere Hausaufgabenbetreuung der ärmeren Kinder nur noch 2 Prozent, das wäre eine unglaubliche Entlastung für die Sozialkassen! Es würde dazu führen, dass unsere Kinder auch in den Genuss einer angemessenen Rente kämen. Und es geht auch ein wenig um die Sicherheit der Rentner: Diejenigen, die heute U-Bahnen und S-Bahnen unsicher machen, sind ja vor allem Jugendliche ohne Schulabschluss und Ausbildung.

Bekämen die Rentner denn eine Aufwandsentschädigung für das soziale Jahr?


Precht: Für Fahrtkosten oder irgendwelche Spesen sicherlich. Aber die Leute bekommen ja eine Rente, der Unterschied ist ja nur, ob man sich mit der Rente zur Ruhe setzt und meint man hätte nun 20 oder 30 Jahre keine Pflichten mehr oder sich ein Jahr lang halbtags gemeinnützig einsetzt. Das beugt ja auch der Vereinsamung von Rentnern vor! Ein erfülltes Leben ist immer ein Sozialleben.

So ein Pflichtjahr wäre die Chance, Kontakt zu knüpfen und Einblicke in eine Wirklichkeit zu bekommen, der man sich nicht von allein zuwenden würde. Es könnte sogar sein, dass man in einem solchen Dienst eine Anerkennung bekäme, wie man sie ein ganzes Arbeitsleben lang nicht verspürt hat.

Glauben Sie, dass Ihr Vorstoß mehr auslöst als heftige Debatten?


Precht: Ich bin zuversichtlich, dass das soziale Pflichtjahr kommt und dass es unsere Rentner alles in allem nicht unglücklicher macht, sondern erfüllter. Schopenhauer hat einmal gesagt, jedes Problem durchlaufe drei Stadien: erst wird es verlacht, dann wird es bekämpft und irgendwann gilt es als selbstverständlich.

Jens Dirksen
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Kommentare
09.12.2011
20:48
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #69

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
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09.12.2011
20:45
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von maribru | #68

Der Eingangskommentar stimmt ja schon mal gar nicht . Eure Redaktion sollte das Thema etwas seriöser angehen , denn das Thema ist einfach zu wichtig und geht uns alle an . So einen Untertitel zu platzieren ist nicht nur falsch , sondern einfach höchst unverantwortlich . Ph. Precht wirbt für ein soziales Jahr und seine Argumentation ist zwar direkt, aber , und das ist doch das Entscheidende ,- der Impuls für einen Mentalitätswandel . Es geht um unsere "Älteren" und letztlich um uns selbst .
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09.12.2011
20:21
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #67

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
1 Antwort
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09.12.2011
20:09
Rechte eines Philosophen
von StephanR | #66

Nun, Precht hat eben das Recht, zu philosophieren. Seneca, ein römischer Philosoph, wird noch heut zutage oft zitiert. Precht wird in 50 Jahren niemand mehr kennen. Und das wird seine Sorge sein... :-)

Diese Medien-Geilhe.it heutzutage ist unter aller Würde. Für solche Thesen wurde man im Schwarzen Mittelalter mit dem Bannfluch belegt!
2 Antworten
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09.12.2011
19:57
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von Rally8 | #65

An die Leitung der Moderation gerichtet:

Ich bitte um Einführung eines Zählers von PRO und KONTRA zu Bewertung eines Kommentares zur Hebung des Anspruchs der jeweiligen Aussagen!

z.B.: ich stimme zu ODER ich lehne ab
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09.12.2011
19:43
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von shakeer | #64

Herr Precht, viele, wenn sogar nicht alle, Rentner und Rentnerinnen kümmern sich um den Nachwuchs ihrer Kinder. War bei meinen Großeltern so. Oma und Opa waren auf jeden Fall nachsichtiger mit mir als meine Eltern. Soziales Engagement ist ja ok aber bei Zwang hört es auf, ist es Ihnen eigentlich bewusst, was Sie fordern? Sie können doch einen Staat der mehr als 80 Millionen Bürger hat nicht mit einer Dorfgemeinschaft vergleichen. Apfel Birne. Bitte noch mal nachdenken.
1 Antwort
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09.12.2011
19:14
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von buntspecht2 | #63

Hat der sich schon freiwillig gemeldet? der Mann tickt irgendwie nicht richtig
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09.12.2011
19:08
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von Rally8 | #62

Alles was im organisatorischen Rahmen bleibt ist ok! Aber das Pfichtjahr muß nicht unbedingt sein, es erinnert mich an meine 18 Monate Bundeswehr.
Dazu kommt immer wer es sagt, dieser Typ rangiert bei mit gleich nach Gutti, also kein Vorbild.
Außerdem hat die Moderation das ambivalente Theme nach kurzer Zeit wiederholt, keinen Raum bitte für seine Anmaßungen mehr! Der hat keine Vorstellung von den Menschen, die er angeht, weil sein geordnetes Weitbild nicht in die Zeit der Rentner reicht! Aber er ist ja vielleicht lernfähig und nicht nur frech!
1 Antwort
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09.12.2011
18:57
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #61

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09.12.2011
18:23
Verliert seine Frau ihren Job beim Bertelmannfernsehens RTL
von meigustu | #60

wenn er sich weigert so einen Unsinn zu schreiben ?
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Soziales: Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
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Soziales
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
09.12.2011 | 10:40 Uhr
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
Richard David Precht über Rentner: "Die sollten gleich nach der Pensionierung drei Tage in der Woche halbtags in die Schulen gehen, und Kevin oder Ahmed bei den Hausaufgaben helfen"

Essen. „Precht fordert Zwangsarbeit für Rentner“ – nicht nur in Blogs und Foren tobt eine heftige Debatte, seit Deutschlands smartester Philosoph Richard David Precht („Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“) in einem Interview mit dem „Stern“ gleich zwei soziale Pflichtjahre für Männer wie für Frauen gefordert hat – eines für Schulabgänger, eines für Rentner. Jens Dirksen fragte Precht nach den Gründen seiner kühnen Forderung.

Wie soll denn so ein soziales Pflichtjahr aussehen?

Richard David Precht: Es geht um Rentner und Pensionäre, die heute häufig jünger als 65 sind. Die sollten gleich nach der Pensionierung drei Tage in der Woche halbtags in die Schulen gehen, und Kevin oder Ahmed bei den Hausaufgaben helfen, Kindern aus Familien, die sich um Bildung nicht kümmern. Das macht vielleicht 15 Stunden in der Woche.

Und die, die gar nicht mehr können?


Precht: Werden befreit, den Wehrdienst musste ja auch nicht jeder ableisten.

Und warum auch die Schulabgänger?


Precht: Es war ein Riesenfehler, die Wehrpflicht abzuschaffen, man hätte sie in einen Sozialdienst umwandeln sollen. Und es war schon immer eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass Frauen davon befreit waren. Darüber hinaus könnte man auch in Ausbildungsverträge hineinschreiben, dass man zwei Tage in der Woche zwei Stunden zur Hausaufgabenhilfe in die Schule muss, es ist natürlich viel cooler, wenn ein Elfjähriger was von einem 20-Jährigen beigebracht bekommt, der dieselbe Musik hört.

Damit machen Sie aber die Hausaufgabenhilfe als Geschäftsmodell kaputt, das ist doch inzwischen eine ganze Branche mit Millionenumsätzen.

Precht: Nein, diese Nachhilfe ist ja für Kinder der Mittelschicht, die von allein auf die Idee kommt, dass das nötig ist und das dann auch bezahlen kann. Da würde so ein Pflichtjahr auch etwas gegen soziale Ungleichheit bewirken. Sie trägt zur viel diskutierten Chancengleichheit bei, die es ja de facto in Deutschland nicht gibt.

Jedenfalls haben Sie sich mit ihrer Forderung nicht nur Freunde gemacht, oder?


Precht: Oh, ich werde wüst attackiert dafür! „Precht ist für Zwangsarbeit“ heißt es da manchmal. Das ist schon eine schlimme Beleidigung für Leute die wirklich Zwangsarbeit leisten mussten, die in Sibirien in den Lagern schuften oder im Dritten Reich in Stollen Bomben bauen mussten und dafür Kartoffelschalen zu essen bekamen.

Naja, aber es gibt auch Rentner, die haben hart gearbeitet. Und manche bekommen auch nur 400 Euro Rente.


Precht: Ja, das ist ein Skandal unseres Rentensystems! Dagegen sollte man mit Recht aufbegehren. Aber mit dem Pflichtjahr hat das nichts zu tun. Ich bin für beides: für ein gerechteres Rentensystem ebenso wie für die Einbindung der Rentner und Pensionäre in gemeinnützige Tätigkeiten. Das eine gegen das andere auszuspielen ist Unsinn.

Haben Sie denn selbst „gedient“?


Precht: Ja, im Zivildienst, ich war Gemeindehelfer in Solingen. Und ich werde auch nicht warten, bis ich 65 bin, um mich weiterhin sozial zu engagieren. Das ist meine Pflicht als Staatsbürger eines demokratischen Staates. Ich finde das selbstverständlich.

Bei Ihrer Idee steckt aber ein Zwang dahinter. Warum? Es ginge ja auch freiwillig.


Precht: Wenn es freiwillig ginge - umso besser. Es gibt Rentner und Pensionäre, die sich engagieren, und das finde ich sehr vorbildlich. Nur leider reichen sie nicht aus. Es sind noch immer zu wenige. Diejenigen hingegen, die sich über den Zwang empören, sind genau diejenigen, die es freiwillig nie tun würden.

Was ist denn der Sinn einer Freiwilligkeit, die von denjenigen verteidigt wird, die sie gar nicht in Anspruch nehmen? Es gibt auch viele Menschen, die sagen: „Prinzipiell würde ich so etwas ja machen“. Die brauchen nur noch einen kleinen Schubs. Es geht darum, die Schwellenangst vor dem sozialen Engagement zu nehmen.

Warum glauben Sie denn, dass so ein soziales Jahr nötig ist?


Precht: Hinter dem Ganzen steht ein Generationenproblem. Die Jüngeren wissen, dass ihre Rente nicht sicher ist. Das
liegt daran, dass die Staatskassen durch die Sozial-Etats immer leerer werden. 10 bis 15 Prozent der Jugendlichen verlassen heute die Schule komplett ohne jeden Abschluss.

Wissen Sie wie hoch das unseren Sozialetat belastet? Jetzt stellen Sie sich mal vor, das wären durch die bessere Hausaufgabenbetreuung der ärmeren Kinder nur noch 2 Prozent, das wäre eine unglaubliche Entlastung für die Sozialkassen! Es würde dazu führen, dass unsere Kinder auch in den Genuss einer angemessenen Rente kämen. Und es geht auch ein wenig um die Sicherheit der Rentner: Diejenigen, die heute U-Bahnen und S-Bahnen unsicher machen, sind ja vor allem Jugendliche ohne Schulabschluss und Ausbildung.

Bekämen die Rentner denn eine Aufwandsentschädigung für das soziale Jahr?


Precht: Für Fahrtkosten oder irgendwelche Spesen sicherlich. Aber die Leute bekommen ja eine Rente, der Unterschied ist ja nur, ob man sich mit der Rente zur Ruhe setzt und meint man hätte nun 20 oder 30 Jahre keine Pflichten mehr oder sich ein Jahr lang halbtags gemeinnützig einsetzt. Das beugt ja auch der Vereinsamung von Rentnern vor! Ein erfülltes Leben ist immer ein Sozialleben.

So ein Pflichtjahr wäre die Chance, Kontakt zu knüpfen und Einblicke in eine Wirklichkeit zu bekommen, der man sich nicht von allein zuwenden würde. Es könnte sogar sein, dass man in einem solchen Dienst eine Anerkennung bekäme, wie man sie ein ganzes Arbeitsleben lang nicht verspürt hat.

Glauben Sie, dass Ihr Vorstoß mehr auslöst als heftige Debatten?


Precht: Ich bin zuversichtlich, dass das soziale Pflichtjahr kommt und dass es unsere Rentner alles in allem nicht unglücklicher macht, sondern erfüllter. Schopenhauer hat einmal gesagt, jedes Problem durchlaufe drei Stadien: erst wird es verlacht, dann wird es bekämpft und irgendwann gilt es als selbstverständlich.

Jens Dirksen
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09.12.2011
20:48
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09.12.2011
20:45
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von maribru | #68

Der Eingangskommentar stimmt ja schon mal gar nicht . Eure Redaktion sollte das Thema etwas seriöser angehen , denn das Thema ist einfach zu wichtig und geht uns alle an . So einen Untertitel zu platzieren ist nicht nur falsch , sondern einfach höchst unverantwortlich . Ph. Precht wirbt für ein soziales Jahr und seine Argumentation ist zwar direkt, aber , und das ist doch das Entscheidende ,- der Impuls für einen Mentalitätswandel . Es geht um unsere "Älteren" und letztlich um uns selbst .
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09.12.2011
20:21
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Name von Moderation entfernt | #67

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09.12.2011
20:09
Rechte eines Philosophen
von StephanR | #66

Nun, Precht hat eben das Recht, zu philosophieren. Seneca, ein römischer Philosoph, wird noch heut zutage oft zitiert. Precht wird in 50 Jahren niemand mehr kennen. Und das wird seine Sorge sein... :-)

Diese Medien-Geilhe.it heutzutage ist unter aller Würde. Für solche Thesen wurde man im Schwarzen Mittelalter mit dem Bannfluch belegt!
2 Antworten
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09.12.2011
19:57
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von Rally8 | #65

An die Leitung der Moderation gerichtet:

Ich bitte um Einführung eines Zählers von PRO und KONTRA zu Bewertung eines Kommentares zur Hebung des Anspruchs der jeweiligen Aussagen!

z.B.: ich stimme zu ODER ich lehne ab
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09.12.2011
19:43
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von shakeer | #64

Herr Precht, viele, wenn sogar nicht alle, Rentner und Rentnerinnen kümmern sich um den Nachwuchs ihrer Kinder. War bei meinen Großeltern so. Oma und Opa waren auf jeden Fall nachsichtiger mit mir als meine Eltern. Soziales Engagement ist ja ok aber bei Zwang hört es auf, ist es Ihnen eigentlich bewusst, was Sie fordern? Sie können doch einen Staat der mehr als 80 Millionen Bürger hat nicht mit einer Dorfgemeinschaft vergleichen. Apfel Birne. Bitte noch mal nachdenken.
1 Antwort
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09.12.2011
19:14
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von buntspecht2 | #63

Hat der sich schon freiwillig gemeldet? der Mann tickt irgendwie nicht richtig
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09.12.2011
19:08
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von Rally8 | #62

Alles was im organisatorischen Rahmen bleibt ist ok! Aber das Pfichtjahr muß nicht unbedingt sein, es erinnert mich an meine 18 Monate Bundeswehr.
Dazu kommt immer wer es sagt, dieser Typ rangiert bei mit gleich nach Gutti, also kein Vorbild.
Außerdem hat die Moderation das ambivalente Theme nach kurzer Zeit wiederholt, keinen Raum bitte für seine Anmaßungen mehr! Der hat keine Vorstellung von den Menschen, die er angeht, weil sein geordnetes Weitbild nicht in die Zeit der Rentner reicht! Aber er ist ja vielleicht lernfähig und nicht nur frech!
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09.12.2011
18:57
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09.12.2011
18:23
Verliert seine Frau ihren Job beim Bertelmannfernsehens RTL
von meigustu | #60

wenn er sich weigert so einen Unsinn zu schreiben ?
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Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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Soziales: Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
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Soziales
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
09.12.2011 | 10:40 Uhr
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
Richard David Precht über Rentner: "Die sollten gleich nach der Pensionierung drei Tage in der Woche halbtags in die Schulen gehen, und Kevin oder Ahmed bei den Hausaufgaben helfen"

Essen. „Precht fordert Zwangsarbeit für Rentner“ – nicht nur in Blogs und Foren tobt eine heftige Debatte, seit Deutschlands smartester Philosoph Richard David Precht („Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“) in einem Interview mit dem „Stern“ gleich zwei soziale Pflichtjahre für Männer wie für Frauen gefordert hat – eines für Schulabgänger, eines für Rentner. Jens Dirksen fragte Precht nach den Gründen seiner kühnen Forderung.

Wie soll denn so ein soziales Pflichtjahr aussehen?

Richard David Precht: Es geht um Rentner und Pensionäre, die heute häufig jünger als 65 sind. Die sollten gleich nach der Pensionierung drei Tage in der Woche halbtags in die Schulen gehen, und Kevin oder Ahmed bei den Hausaufgaben helfen, Kindern aus Familien, die sich um Bildung nicht kümmern. Das macht vielleicht 15 Stunden in der Woche.

Und die, die gar nicht mehr können?


Precht: Werden befreit, den Wehrdienst musste ja auch nicht jeder ableisten.

Und warum auch die Schulabgänger?


Precht: Es war ein Riesenfehler, die Wehrpflicht abzuschaffen, man hätte sie in einen Sozialdienst umwandeln sollen. Und es war schon immer eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass Frauen davon befreit waren. Darüber hinaus könnte man auch in Ausbildungsverträge hineinschreiben, dass man zwei Tage in der Woche zwei Stunden zur Hausaufgabenhilfe in die Schule muss, es ist natürlich viel cooler, wenn ein Elfjähriger was von einem 20-Jährigen beigebracht bekommt, der dieselbe Musik hört.

Damit machen Sie aber die Hausaufgabenhilfe als Geschäftsmodell kaputt, das ist doch inzwischen eine ganze Branche mit Millionenumsätzen.

Precht: Nein, diese Nachhilfe ist ja für Kinder der Mittelschicht, die von allein auf die Idee kommt, dass das nötig ist und das dann auch bezahlen kann. Da würde so ein Pflichtjahr auch etwas gegen soziale Ungleichheit bewirken. Sie trägt zur viel diskutierten Chancengleichheit bei, die es ja de facto in Deutschland nicht gibt.

Jedenfalls haben Sie sich mit ihrer Forderung nicht nur Freunde gemacht, oder?


Precht: Oh, ich werde wüst attackiert dafür! „Precht ist für Zwangsarbeit“ heißt es da manchmal. Das ist schon eine schlimme Beleidigung für Leute die wirklich Zwangsarbeit leisten mussten, die in Sibirien in den Lagern schuften oder im Dritten Reich in Stollen Bomben bauen mussten und dafür Kartoffelschalen zu essen bekamen.

Naja, aber es gibt auch Rentner, die haben hart gearbeitet. Und manche bekommen auch nur 400 Euro Rente.


Precht: Ja, das ist ein Skandal unseres Rentensystems! Dagegen sollte man mit Recht aufbegehren. Aber mit dem Pflichtjahr hat das nichts zu tun. Ich bin für beides: für ein gerechteres Rentensystem ebenso wie für die Einbindung der Rentner und Pensionäre in gemeinnützige Tätigkeiten. Das eine gegen das andere auszuspielen ist Unsinn.

Haben Sie denn selbst „gedient“?


Precht: Ja, im Zivildienst, ich war Gemeindehelfer in Solingen. Und ich werde auch nicht warten, bis ich 65 bin, um mich weiterhin sozial zu engagieren. Das ist meine Pflicht als Staatsbürger eines demokratischen Staates. Ich finde das selbstverständlich.

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Precht: Wenn es freiwillig ginge - umso besser. Es gibt Rentner und Pensionäre, die sich engagieren, und das finde ich sehr vorbildlich. Nur leider reichen sie nicht aus. Es sind noch immer zu wenige. Diejenigen hingegen, die sich über den Zwang empören, sind genau diejenigen, die es freiwillig nie tun würden.

Was ist denn der Sinn einer Freiwilligkeit, die von denjenigen verteidigt wird, die sie gar nicht in Anspruch nehmen? Es gibt auch viele Menschen, die sagen: „Prinzipiell würde ich so etwas ja machen“. Die brauchen nur noch einen kleinen Schubs. Es geht darum, die Schwellenangst vor dem sozialen Engagement zu nehmen.

Warum glauben Sie denn, dass so ein soziales Jahr nötig ist?


Precht: Hinter dem Ganzen steht ein Generationenproblem. Die Jüngeren wissen, dass ihre Rente nicht sicher ist. Das
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Bekämen die Rentner denn eine Aufwandsentschädigung für das soziale Jahr?


Precht: Für Fahrtkosten oder irgendwelche Spesen sicherlich. Aber die Leute bekommen ja eine Rente, der Unterschied ist ja nur, ob man sich mit der Rente zur Ruhe setzt und meint man hätte nun 20 oder 30 Jahre keine Pflichten mehr oder sich ein Jahr lang halbtags gemeinnützig einsetzt. Das beugt ja auch der Vereinsamung von Rentnern vor! Ein erfülltes Leben ist immer ein Sozialleben.

So ein Pflichtjahr wäre die Chance, Kontakt zu knüpfen und Einblicke in eine Wirklichkeit zu bekommen, der man sich nicht von allein zuwenden würde. Es könnte sogar sein, dass man in einem solchen Dienst eine Anerkennung bekäme, wie man sie ein ganzes Arbeitsleben lang nicht verspürt hat.

Glauben Sie, dass Ihr Vorstoß mehr auslöst als heftige Debatten?


Precht: Ich bin zuversichtlich, dass das soziale Pflichtjahr kommt und dass es unsere Rentner alles in allem nicht unglücklicher macht, sondern erfüllter. Schopenhauer hat einmal gesagt, jedes Problem durchlaufe drei Stadien: erst wird es verlacht, dann wird es bekämpft und irgendwann gilt es als selbstverständlich.

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09.12.2011
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09.12.2011
20:45
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von maribru | #68

Der Eingangskommentar stimmt ja schon mal gar nicht . Eure Redaktion sollte das Thema etwas seriöser angehen , denn das Thema ist einfach zu wichtig und geht uns alle an . So einen Untertitel zu platzieren ist nicht nur falsch , sondern einfach höchst unverantwortlich . Ph. Precht wirbt für ein soziales Jahr und seine Argumentation ist zwar direkt, aber , und das ist doch das Entscheidende ,- der Impuls für einen Mentalitätswandel . Es geht um unsere "Älteren" und letztlich um uns selbst .
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09.12.2011
20:21
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09.12.2011
20:09
Rechte eines Philosophen
von StephanR | #66

Nun, Precht hat eben das Recht, zu philosophieren. Seneca, ein römischer Philosoph, wird noch heut zutage oft zitiert. Precht wird in 50 Jahren niemand mehr kennen. Und das wird seine Sorge sein... :-)

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09.12.2011
19:57
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von Rally8 | #65

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09.12.2011
19:43
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von shakeer | #64

Herr Precht, viele, wenn sogar nicht alle, Rentner und Rentnerinnen kümmern sich um den Nachwuchs ihrer Kinder. War bei meinen Großeltern so. Oma und Opa waren auf jeden Fall nachsichtiger mit mir als meine Eltern. Soziales Engagement ist ja ok aber bei Zwang hört es auf, ist es Ihnen eigentlich bewusst, was Sie fordern? Sie können doch einen Staat der mehr als 80 Millionen Bürger hat nicht mit einer Dorfgemeinschaft vergleichen. Apfel Birne. Bitte noch mal nachdenken.
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09.12.2011
19:14
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von buntspecht2 | #63

Hat der sich schon freiwillig gemeldet? der Mann tickt irgendwie nicht richtig
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09.12.2011
19:08
Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner
von Rally8 | #62

Alles was im organisatorischen Rahmen bleibt ist ok! Aber das Pfichtjahr muß nicht unbedingt sein, es erinnert mich an meine 18 Monate Bundeswehr.
Dazu kommt immer wer es sagt, dieser Typ rangiert bei mit gleich nach Gutti, also kein Vorbild.
Außerdem hat die Moderation das ambivalente Theme nach kurzer Zeit wiederholt, keinen Raum bitte für seine Anmaßungen mehr! Der hat keine Vorstellung von den Menschen, die er angeht, weil sein geordnetes Weitbild nicht in die Zeit der Rentner reicht! Aber er ist ja vielleicht lernfähig und nicht nur frech!
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09.12.2011
18:57
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09.12.2011
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Verliert seine Frau ihren Job beim Bertelmannfernsehens RTL
von meigustu | #60

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Richard David Precht verteidigt Pflichtjahr für Rentner | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/panorama/richard-david-precht-verteidigt-pflichtjahr-fuer-rentner-id6147246.html#plx885142910


Zitat vom 09.12.2011 | 10:40 Uhr  WAZ

 

Essen. „Precht fordert Zwangsarbeit für Rentner“ – nicht nur in Blogs und Foren tobt eine heftige Debatte, seit Deutschlands smartester Philosoph Richard David Precht („Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“) in einem Interview mit dem „Stern“ gleich zwei soziale Pflichtjahre für Männer wie für Frauen gefordert hat – eines für Schulabgänger, eines für Rentner. Jens Dirksen fragte Precht nach den Gründen seiner kühnen Forderung.

Wie soll denn so ein soziales Pflichtjahr aussehen?

Richard David Precht: Es geht um Rentner und Pensionäre, die heute häufig jünger als 65 sind. Die sollten gleich nach der Pensionierung drei Tage in der Woche halbtags in die Schulen gehen, und Kevin oder Ahmed bei den Hausaufgaben helfen, Kindern aus Familien, die sich um Bildung nicht kümmern. Das macht vielleicht 15 Stunden in der Woche.

Und die, die gar nicht mehr können?


Precht: Werden befreit, den Wehrdienst musste ja auch nicht jeder ableisten.

Und warum auch die Schulabgänger?


Precht: Es war ein Riesenfehler, die Wehrpflicht abzuschaffen, man hätte sie in einen Sozialdienst umwandeln sollen. Und es war schon immer eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass Frauen davon befreit waren. Darüber hinaus könnte man auch in Ausbildungsverträge hineinschreiben, dass man zwei Tage in der Woche zwei Stunden zur Hausaufgabenhilfe in die Schule muss, es ist natürlich viel cooler, wenn ein Elfjähriger was von einem 20-Jährigen beigebracht bekommt, der dieselbe Musik hört.

Damit machen Sie aber die Hausaufgabenhilfe als Geschäftsmodell kaputt, das ist doch inzwischen eine ganze Branche mit Millionenumsätzen.

Precht: Nein, diese Nachhilfe ist ja für Kinder der Mittelschicht, die von allein auf die Idee kommt, dass das nötig ist und das dann auch bezahlen kann. Da würde so ein Pflichtjahr auch etwas gegen soziale Ungleichheit bewirken. Sie trägt zur viel diskutierten Chancengleichheit bei, die es ja de facto in Deutschland nicht gibt.

Jedenfalls haben Sie sich mit ihrer Forderung nicht nur Freunde gemacht, oder?


Precht: Oh, ich werde wüst attackiert dafür! „Precht ist für Zwangsarbeit“ heißt es da manchmal. Das ist schon eine schlimme Beleidigung für Leute die wirklich Zwangsarbeit leisten mussten, die in Sibirien in den Lagern schuften oder im Dritten Reich in Stollen Bomben bauen mussten und dafür Kartoffelschalen zu essen bekamen.

Naja, aber es gibt auch Rentner, die haben hart gearbeitet. Und manche bekommen auch nur 400 Euro Rente.


Precht: Ja, das ist ein Skandal unseres Rentensystems! Dagegen sollte man mit Recht aufbegehren. Aber mit dem Pflichtjahr hat das nichts zu tun. Ich bin für beides: für ein gerechteres Rentensystem ebenso wie für die Einbindung der Rentner und Pensionäre in gemeinnützige Tätigkeiten. Das eine gegen das andere auszuspielen ist Unsinn.

Haben Sie denn selbst „gedient“?


Precht: Ja, im Zivildienst, ich war Gemeindehelfer in Solingen. Und ich werde auch nicht warten, bis ich 65 bin, um mich weiterhin sozial zu engagieren. Das ist meine Pflicht als Staatsbürger eines demokratischen Staates. Ich finde das selbstverständlich.

Bei Ihrer Idee steckt aber ein Zwang dahinter. Warum? Es ginge ja auch freiwillig.


Precht: Wenn es freiwillig ginge - umso besser. Es gibt Rentner und Pensionäre, die sich engagieren, und das finde ich sehr vorbildlich. Nur leider reichen sie nicht aus. Es sind noch immer zu wenige. Diejenigen hingegen, die sich über den Zwang empören, sind genau diejenigen, die es freiwillig nie tun würden.

Was ist denn der Sinn einer Freiwilligkeit, die von denjenigen verteidigt wird, die sie gar nicht in Anspruch nehmen? Es gibt auch viele Menschen, die sagen: „Prinzipiell würde ich so etwas ja machen“. Die brauchen nur noch einen kleinen Schubs. Es geht darum, die Schwellenangst vor dem sozialen Engagement zu nehmen.

Warum glauben Sie denn, dass so ein soziales Jahr nötig ist?


Precht: Hinter dem Ganzen steht ein Generationenproblem. Die Jüngeren wissen, dass ihre Rente nicht sicher ist. Das
liegt daran, dass die Staatskassen durch die Sozial-Etats immer leerer werden. 10 bis 15 Prozent der Jugendlichen verlassen heute die Schule komplett ohne jeden Abschluss.

Wissen Sie wie hoch das unseren Sozialetat belastet? Jetzt stellen Sie sich mal vor, das wären durch die bessere Hausaufgabenbetreuung der ärmeren Kinder nur noch 2 Prozent, das wäre eine unglaubliche Entlastung für die Sozialkassen! Es würde dazu führen, dass unsere Kinder auch in den Genuss einer angemessenen Rente kämen. Und es geht auch ein wenig um die Sicherheit der Rentner: Diejenigen, die heute U-Bahnen und S-Bahnen unsicher machen, sind ja vor allem Jugendliche ohne Schulabschluss und Ausbildung.

Bekämen die Rentner denn eine Aufwandsentschädigung für das soziale Jahr?


Precht: Für Fahrtkosten oder irgendwelche Spesen sicherlich. Aber die Leute bekommen ja eine Rente, der Unterschied ist ja nur, ob man sich mit der Rente zur Ruhe setzt und meint man hätte nun 20 oder 30 Jahre keine Pflichten mehr oder sich ein Jahr lang halbtags gemeinnützig einsetzt. Das beugt ja auch der Vereinsamung von Rentnern vor! Ein erfülltes Leben ist immer ein Sozialleben.

So ein Pflichtjahr wäre die Chance, Kontakt zu knüpfen und Einblicke in eine Wirklichkeit zu bekommen, der man sich nicht von allein zuwenden würde. Es könnte sogar sein, dass man in einem solchen Dienst eine Anerkennung bekäme, wie man sie ein ganzes Arbeitsleben lang nicht verspürt hat.

Glauben Sie, dass Ihr Vorstoß mehr auslöst als heftige Debatten?


Precht: Ich bin zuversichtlich, dass das soziale Pflichtjahr kommt und dass es unsere Rentner alles in allem nicht unglücklicher macht, sondern erfüllter. Schopenhauer hat einmal gesagt, jedes Problem durchlaufe drei Stadien: erst wird es verlacht, dann wird es bekämpft und irgendwann gilt es als selbstverständlich.

Jens Dirksen“

 

Zitat Ende



Du hast Augen...und doch bist Du blind!!! „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Antoine de Saint-Exupéry (Werk: Der Kleine Prinz)  
   
Facebook anklicken. Facebook zum anklicken wurde eingestellt am 01.03.2014  
   
"Als du auf die Welt kamst, weintest du, und um dich herum freuten sich alle. Lebe so, daß, wenn du die Welt verläßt, alle weinen und du allein lächelst!" Verfasser unbekannt.  
  Was ich nicht kann, kann ich lernen. Wichtiger ist, dass man das kann, was man nicht so einfach lernen kann!!!  
De Hauptsach is, et Hätz is joot !!!  
  Den Gebrauch der Kräfte, die man hat, ist man denen schuldig, die sie nicht haben !!!  
Statt die Banken zu füttern sollten wir dafür sorgen, dass nicht jede 5 Sekunden ein Kind verhungert!!!  
  "Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll." Abschiedsrede von Willy Brandt auf dem Kongress der Sozialistischen Internationale in Berlin am 15. September 1992 (verlesen von Hans-Jochen Vogel).
„Wir wollen mehr Demokratie wagen.“

Aus der ersten Regierungserklärung als Bundeskanzler, 28. Oktober 1969.
Aus diesem Grund ist ein lieber Freund 1970 in die SPD eingetreten. Er war es auch, der mich besonders motivierte, in der SPD aktiv mitzuarbeiten.
Seit 1966 war ich in der Gewerkschaftsbewegung sehr aktiv tätig.
So wurde ich schon in jungen Jahren u.a. zum Kreisjugendausschuss-Vorsitzenden des DGB und Kreisjugendausschuss-Vorsitzenden der ÖTV (jetzt Verdi) gewählt.

U.a. war Willy Brandt für mich ein wichtiger Grund 1972 der SPD beizutreten.

Willy Brandt hat auf seinem Grabstein den schlichten Satz schreiben lassen: „Man hat sich bemüht.“ Jeder Mensch sollte sich bemühen. Dann hätten wir eine andere Welt.
„Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ (Maßstab für eine bessere Ordnung der Gesellschaft, Orientierung für
das Handeln der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten.)

"Das Meisterstück eines Menschen, auf das er besonders stolz sein kann, ist, sinnvoll zu leben; alles übrige, wie regieren, Schätze sammeln, Bauten errichten, sind Nebensachen." Essais Buch III - Über die Erfahrung von Michel de Montaigne. Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher! (Bertolt Brecht). Weitere Ausführungen
 
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Zitat von Albert Einstein  
  Denn die einen stehn im Dunkeln und die andern stehn im Licht. Und man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht. [Bertold Brecht]

Wir können sehr viel verändern, wir müssen es nur wollen.

Hier ein Zitat:

"Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben."

Albert Einstein
 
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"Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll." Abschiedsrede von Willy Brandt auf dem Kongress der Sozialistischen Internationale in Berlin am 15. September 1992 (verlesen von Hans-Jochen Vogel). „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“ Aus der ersten Regierungserklärung als Bundeskanzler, 28. Oktober 1969. Aus diesem Grund ist ein lieber Freund 1970 in die SPD eingetreten. Er war es auch, der mich besonders motivierte, in der SPD aktiv mitzuarbeiten. Seit 1966 war ich in der Gewerkschaftsbewegung sehr aktiv tätig. So wurde ich schon in jungen Jahren u.a. zum Kreisjugendausschuss-Vorsitzenden des DGB und Kreisjugendausschuss-Vorsitzenden der ÖTV (jetzt Verdi) gewählt. U.a. war Willy Brandt für mich ein wichtiger Grund 1972 der SPD beizutreten. Willy Brandt hat auf seinem Grabstein den schlichten Satz schreiben lassen: „Man hat sich bemüht.“ Jeder Mensch sollte sich bemühen. Dann hätten wir eine andere Welt. "Das Meisterstück eines Menschen, auf das er besonders stolz sein kann, ist, sinnvoll zu leben; alles übrige, wie regieren, Schätze sammeln, Bauten errichten, sind Nebensachen." Essais Buch III - Über die Erfahrung von Michel de Montaigne. Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher! (Bertolt Brecht).